Diesen Satz höre ich irgendwie ziemlich selten. Besonders im Fitness und Bodybuilding Mikrokosmos ist Zufriedenheit ja nahezu ausgeschlossen. Man „muss“ sich verändern wollen, muss den Körper mit knallharter Disziplin schlanker, muskulöser, oder definierter formen. Egal wie, Hauptsache verändern, denn Zufriedenheit ist Stillstand und Stillstand gibts im Bodybuilding nicht.
Ich bin schon länger an einem Punkt, an dem ich keine nennenswerte Muskelmasse mehr aufbauen möchte. Das liegt keinesfalls daran, dass ich meinen Körper als „perfekt“ empfinde, sondern an anderen Prioritäten im Leben außerhalb der Fitness Seifenblase, die mir ein realistischeres Selbstbild zurückgaben. Jeder Mensch hat wohl seine Problemzonen, die Frage ist nur wie man damit umgeht.
Mein Wohlfühl-KfA definiert sich mittlerweile nicht mehr über die Sichtbarkeit der Streifen in den Schultern und der Bauchmuskulatur, sondern nach tatsächlichem physischen und psychischen Wohlbefinden. Dazu gehört für mich, dass ich zufrieden in den Spiegel schauen, aber auch mal Pizza und Eis essen kann. Auch gehören der Spaß und die Energie im Training dazu, also „Fitness“ im eigentlichen Sinne. Diesen Zustand nenne ich einmal Balance, wobei das Wort etwas beschreibt, das nahezu jeder Athlet und „Influencer“ in der Fitnessindustrie vorgibt erreicht zu haben. In der Realität erreichen nur die wenigsten diesen Punkt tatsächlich. Zu groß ist der vermeintliche Druck von außen. Die Meinung fremder, urteilender Instagram Follower wird dem eigenen Wohlbefinden (unbewusst) übergeordnet, das Selbstbild leidet durch die scheinbare Perfektion die man durch die Fotofluten aufnimmt. Falsche Vorbilder und unrealistische Ziele gießen Öl in das Feuer der eigenen Unzufriedenheit.
Meine Tipps für dich:
1. Entfolge jedem Instagram Account der dir ein schlechtes Gefühl über dich selbst vermittelt. (Menschen vergleichen sich untereinander, das liegt wohl in unserer Natur.)
2. Nimm dich selbst als Motivation! Es ist völlig ok unzufrieden zu sein und den Wunsch nach Veränderung zu verspüren! Schau aber dabei ausschließlich auf dich selbst! Was kannst du realistisch betrachtet verändern und was macht DICH glücklich?
Meine Bikiniangels Mädels ermutige ich immer sich Ziele zu setzen und diese fallen sehr vielfältig aus! Der nächste Tipp ist also:
3. Setz dir Ziele, und zwar welche, die du tatsächlich erreichen kannst! Egal ob du abnehmen oder Muskulatur aufbauen möchtest, stärker und fitter werden oder deine Ernährung optimieren willst um gesund zu werden oder zu bleiben. Jeder kann und darf seine/ihre eigenen Ziele haben.
4. Freue dich über kleine Fortschritte, z.B. darüber dass du es geschafft hast zwei Wochen auf dein Ziel hinzuarbeiten, anstatt zu beanstanden dass du nach zwei Wochen Disziplin immer noch zu weit von deinem Ziel entfernt bist!
5. Genieße deine Entwicklung, äußerlich, aber vor allem innerlich! 🙂
Wenn du Unterstützung bei dem Erreichen deiner persönlichen Ziele wünschst, schreib mir gerne eine Nachricht über das Kontaktformular!
Eure Kathi