Erfahrungsbericht Caro

Ziel: Muskelaufbau, positive Veränderung der Körperkomposition

„Ich habe mich vor acht Monaten an Kathrin gewendet, weil ich mir mehr Muskeln, eine straffe Figur und ein effizienteres Krafttraining wünschte. Ich trainiere zwar schon lange, hatte aber immer das Gefühl, das nötige Extra fehlte. Nun habe ich auf Anraten von Kathrin mit dem Aufbau begonnen und bin begeistert. Das Training ist mega hart, aber es hat mir noch nie so Spass gemacht. Ich habe viel mehr Energie, obwohl das Training sehr viel abstrengender ist als früher. Endlich beginnen sich auch langsam Fortschritte zu zeigen und ich merke wie das Training anschlägt. Zuerst hatte ich etwas Angst bezüglich des Essens, was aber alles unbegründet war. Zugenommen habe ich vom Gefühl her gar nicht so fest, wie anfangs befürchtet. Beim Bauch etwas, ist aber auch meine „Problemzone“. Der gefällt mir zur Zeit noch nicht, obwohl an diesem beinahe die grössten Fortschritte ersichtlich sind. Ich bin total gespannt, wie es weiter geht und wie es dann vor allem auch in der Diätphase vorangeht.“

Erfahrungsbericht Eva

„Seit meiner Kindheit war und ist Sport ein großer Teil meines Lebens. Ich habe lange Jahre geturnt und selbst in meinem Lehramtsstudium habe ich als zweites Hauptfach Sport gewählt. Nach dem Studium habe ich die aktive Zeit als Turnerin an den Nagel gehängt und lange gebraucht, um eine Sportart zu finden, welche mir genauso viel Spaß macht. Im Prinzip habe ich den klassischen Weg vom Cardio Bunny über „ich mache nur Kurse im Studio“, bis hin zum Training an Geräten eingeschlagen. Als ich dort angekommen war, hat mir der Sport endlich wieder Spaß gemacht und ich wusste, wo ich langfristig bleiben möchte, beim Krafttraining. So viel zur Theorie;) In der Praxis schlägt man sich in dieser Phase mit seltsamen Plänen aus dem Fitnessstudio rum oder versucht diverse Online Programme in Eigenregie durchzuziehen. Das alles meistens mit durchschnittlichem Erfolg, aber immerhin leckt man Blut. Das war zumindest bei mir so. Kurz nachdem ich also meine Lieblingssportart gefunden hatte, wurde ich allerdings schwanger. Während der gesamten Schwangerschaft habe ich mit Begeisterung weiter trainiert und mir fest vorgenommen, danach richtig durchzustarten und ein professionelles Coaching auszuprobieren. Gesagt getan, drei Monate nach der Geburt bin ich bei Kathrin und den Bikini Angels gelandet, welche ich schon lange zuvor über Social-Media-Kanäle verfolgt hatte und die mir als einziges Coaching Programm zugesagt haben. Der Rest ist Geschichte und die Bilder sprechen für sich. Innerhalb von ca. 8 Monaten hatte ich nicht nur meine alte Figur wieder, sondern diese um einiges übertroffen. Die Zusammenarbeit mit Kathrin hat mir völlig neue Türen in Bezug auf den Sport, meinen Körper und meine Ernährung geöffnet. Ich wäre niemals sportlich und figurmäßig dort angekommen, wo ich heute stehe. Und das wichtigste daran ist, dass die Gesundheit und der Mensch an sich immer im Vordergrund standen. Der Fitness Lifestyle ist mir in Fleisch und Blut übergegangen und das hätte ich ohne individuelles Coaching und Kathrin nicht geschafft. :)“

 

Erfolg und Scheitern im Coaching

Du überlegst dir professionelle Unterstützung zu holen um deine Fitness Ziele zu erreichen? Dann solltest du dir den folgenden Text zu Gemüte führen:

Ein gut ausgebildeter, erfahrener Coach kann dir helfen endlich die paar Extrakilos loszuwerden, die du schon ewig mit dir rumschleppst. Sie oder er kann dich dabei unterstützen nach einer Schwangerschaft wieder in Form zu kommen, Gewicht zuzunehmen, oder nach zahlreichen Diäten wieder den Stoffwechsel zu regulieren. Die Ziele und Möglichkeiten sind vielfältig. Es gibt allerdings einen Punkt mit dem der Erfolg eines Coachings steht oder fällt: Deine eigene Mitarbeit!

Du kannst dir den besten oder teuersten Coach besorgen – es wird dir aber nichts bringen wenn du ständig Ausreden findest und Kompromisse machst! Die Rechnung ist ganz simpel: du darfst keine 100% Erfolg erwarten wenn du nur 50% gibst! Es ist nicht damit getan einen Coach zu bezahlen! Mach dir klar, dass nur DU selbst Dinge ändern kannst! Du würdest gerne 5kg abnehmen, aber „irgendwie“ funktioniert es nicht? Könnte es sein dass du den Plan deines Coaches nicht so wirklich 100%ig umgesetzt hast? Gab es vielleicht hier oder da mal etwas eine kleine Ausnahme…? Wir Menschen sind Meister der Selbstmanipulation. Wer keinen Weg (=Disziplin) findet, der findet Ausreden.

Hast du dich damals in der Schule darauf verlassen, dass dein Lehrer dafür sorgt dass du gute Noten schreibst? Höchst wahrscheinlich nicht. Dein Lehrer hat dir Wissen vermittelt und DU musstest dich hinsetzen und lernen um gute Leistungen zu erbringen! Genauso ist es im Coaching. Wir Coaches vermitteln das Wissen, erstellen mit dir zusammen einen Bauplan und geben dir die Werkzeuge. Dein Haus bauen musst du selbst! („Dein Körper ist dein Tempel“….)

Sei ehrlich zu dir, sei ehrlich zu deinem Coach und gib alles bei eurer Zusammenarbeit. Nur so wirst du mit dir und dem Coaching zufrieden sein.

Du bist motiviert und wünschst dir professionelle Unterstützung? Schick mir gerne eine Nachricht über mein Kontaktformular!

Fitness Apps – Fluch oder Segen?

Wer sich einmal im entferntesten mit dem Thema Ernährung befasst hat wird um die sogenannten Fitness Apps zum tracken der Makronährstoffe nicht herumgekommen sein. Wird ein gewisses sportliches Ziel, wie z.B. Fettreduktion oder Muskelaufbau angestrebt, das einen Überblick über die Ernährung und die genaue Zusammensetzung der Makros erfordert, so sind die Apps von denen es bereits zahlreiche freie und kostenpflichtige Versionen auf dem Markt gibt eine äußerst praktische Hilfe. Die Handykamera agiert als Barcode-Scanner und so können alle verpackten Lebensmittel direkt von der App erfasst werden. Man muss lediglich selbst noch die Menge (Gramm oder Stückzahl) angeben und schon wird die gesamte Tagesbilanz von allen Mahlzeiten, sowie die konsumierten Kohlenhydrate, Fette und das Eiweiß erfasst und gespeichert. Man bekommt sogar Aufschluss über die Mikronährstoffe (mehr oder weniger genau).

Die heute verfügbaren Apps hätte ich mir in den Zeiten gewünscht, in denen ich tagtäglich meine Makros und Kalorien selbst ausrechnete und in meinen Kalender schrieb um einen Überblick über meine Diät zu bekommen, besser planen zu können und eventuelle Fehlerquellen zu entdecken.

Bei meinen Coaching Kundinnen bevorzuge ich die makrobasierte Ernährung, was bedeutet dass ich die Makronährstoffe individuell für sie ausrechne und sie mit einem Beispielernährungsplan ausstatte. Da meiner Meinung nach die beste und effektivste Diät (=Ernährungsweise) jene ist, die am längsten durchgehalten werden kann – die bei der man sich kein Hühnchen und Reis reinwürgen muss, da man weder Hühnchen noch trockenen Reis mag – überlasse ich die Auswahl der Nahrungsmittel meinen Mädels in der Regel selbst. Die Vorteile der Apps liegen hier ganz klar auf der Hand! Zu Beginn hilft das Tracken ein Gefühl für die Energie und Nährwertangaben der präferierten Lebensmittel zu bekommen, später dient sie zur besseren Planung der Mahlzeiten und zur „Entkomplizierung“ der Diät. Bei genauer Einhaltung der Makros und möglichst genauem Tracken kann ich als Coach sehen, welche Änderungen ggf. vorgenommen werden müssen um weitere Fortschritte zu erzielen.

Darüber hinaus ist eine sehr flexible Gestaltung der Diät möglich, da die Datenbank der Apps nahezu jedes im Supermarkt erhältliche Lebensmittel umfasst. Das Einspeichern der Nahrungsmittel erfordert anfangs etwas Übung, der routinierte Trackende braucht aber kaum 5min um seine Mahlzeiten zu speichern.

 

Klingt eigentlich alles super, oder? Natürlich gibt es aber auch eine Kehrseite der Medaille. Die Kontrolle des täglichen Essens kann unter Umständen in exzessives Verhalten umschlagen. Einmal an die genaue Kontrolle gewöhnt, kann sie zu einem erheblichen Stressfaktor werden. Auch ist es recht schwer sich von dem anerzogenen Zwang wieder zu lösen und nach Gefühl zu essen. Jedes Lebensmittel wird grammgenau abgewogen, auswärts essen wird zum Horror, weil man nicht genau weiß in wie viel Öl das Fleisch gebraten wurde oder was alles im Salatdressing steckt. Kaffeetrinken und Kuchen essen mit der Familie? Schwierig, das kann man schlecht tracken. Ebenso das selbstgekochte Mittagessen von Mama…

 

Wann ist es wirklich sinnvoll zu tracken?

 

  1. Du hast ein Ziel vor Augen, das du in einem gewissen Zeitraum erreichen möchtest. Ein angestrebter Wettkampf oder ganz allgemein eine gewünschte Veränderung der Körperkomposition können Gründe sein um den eigenen Erhaltungsbedarf zu ermitteln, sich einen Überblick über die Ernährung zu verschaffen und diese zu optimieren.

 

  1. Du hast keine Ahnung wie viel Protein du isst. Vorübergehendes Tracken deiner Lebensmittel hilft dir dabei, deinen Ist-Zustand zu ermitteln und deine Proteinzufuhr zu optimieren.

 

  1. „Heißhunger“ ist dein zweiter Vorname und du weißt überhaupt nicht, wie viel oder wenig du eigentlich isst. Hunger ist keineswegs ein Signal unseres Körpers das uns alarmiert wenn wir Energie in Form von Essen brauchen. Tracken kann bei häufig auftretendem, unerklärlichen Heißhunger Aufschluss über die Ursachen geben.

 

Wann solltest du auf das Tracken getrost verzichten?

 

  1. Du hast dich noch nie mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt und machst dich gerade mit den Basics vertraut. Damit du einen Vorteil aus dem Tracken deiner Makros ziehen kannst, solltest du bereits wissen was Kohlenhydrate, Protein und Fette sind und wofür dein Körper sie benötigt. Darüber hinaus schadet es keineswegs zu wissen wie verschiedene Lebensmittel einzuordnen sind. (Was sind Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettquellen.) Ohne Vorwissen über grundlegende Ernährungsregeln mit dem Tracken anzufangen gleicht dem Bestreben ein Gedicht zu schreiben obwohl du noch nicht lesen kannst.

 

  1. Du hast bereits einen extrem guten Überblick über deine Ernährung und die Zusammensetzung deiner Nahrungsquellen. Tracken gibt dir trotzdem ein Gefühl von „Sicherheit“. Vertraue deiner Erfahrung, deinen Fähigkeiten und deinem Bauchgefühl!

 

  1. Du hast kein spezifisches Ziel, dass du derzeit erreichen möchtest, außer fit und gesund zu sein. Ein Grundwissen über gesunde und ausgewogene Ernährung ist hilfreich und wünschenswert, jedoch musst du dich nicht von einer App abhängig machen um dich wohlzufühlen. Das widerspricht sich. 😉

 

Egal ob das Tracken für dich eine Hilfe oder ein nerviger Stressfaktor ist, jeder muss „Kosten“ und Nutzen für sich selbst überlegen und abwägen. Wenn du ein bestimmtes Ziel erreichen möchtest, so wird dies nicht innerhalb deiner Komfortzone passieren. Das „unbequeme“ Tracken gehört oft einfach dazu wie die Auseinandersetzung mit dem Thema Ernährung an sich. Wichtig ist, die Balance zu finden und auch nach Diäten, nach den Phasen in denen penibel getrackt werden muss das Handy beiseite legen zu können um Essen einfach mal zu genießen. 🙂

 

Stoffwechsel kaputt durch Diäten?

Wer schon einmal oder gar öfter mit Hilfe einer kalorienreduzierten Diät versucht hat seinen Körperfettanteil zu reduzieren, der weiß dass es in der Regel nicht damit getan ist, konstant ein gewisses Defizit beizubehalten. Erreicht man ein Plateau, also einen Stillstand bei dem über mehrere Wochen keiner der Indikatoren (wie z.B. die Waage, Maßband, Caliper) Veränderungen zeigen, so muss das kalorische Defizit erhöht werden um weitere Erfolge zu verzeichnen. Dies geschieht entweder über die Erhöhung der körperlichen Aktivität (mehr Energie wird verbraucht) oder über die Reduktion der zugeführten Energie (weniger Futter).

Dein Körper ist ein ganz hervorragender Überlebenskünstler, dessen primäres Ziel aus der Sicherung aller lebensnotwendiger Faktoren besteht.  Um zu verdeutlichen, wie sich dein Körper in „Hungerzeiten“ verhält, teile ich seine Bedürfnisse einmal in Grund- und Luxusbedürfnisse auf. Funktionen wie der Herzschlag und die Hirnaktivitäten zur Steuerung aller unwillkürlichen Überlebensmechanismen wie z.B. der Atmung müssen um jeden Preis aufrecht erhalten werden und dafür wird eben Energie gebraucht. Dass du Muskulatur mühsam aufbauen und diese auch erhalten willst, ist ein absolutes Luxusbedürfnis! Ein überdurchschnittlich hoher Muskelanteil den es bedarf, um einen athletischen Look mit knackigem Po, kurvigen Beinen, runden Schultern zu bekommen verbraucht auch überdurchschnittlich viel Energie. Der Sexualtrieb und die Reproduktionsfähigkeit zählen ebenso zu den Luxusbedürfnissen. Sie sind zwar wichtig für das Bestehen der Menschheit, nicht aber für dein eigenes Überleben. Glücklich sein? Luxus! Auch die Produktion von den „Glückshormonen“, den Endorphinen, Serotonin, Dopamin und Co. verbraucht Energie!

Entscheidest du dich also für eine Diät im kalorischen Defizit, so gerät dein Körper nun in die Misere weniger Energie zur Verfügung zu haben als er für die Erhaltung aller Bedürfnisse und Funktionen benötigt. Er setzt automatisch Prioritäten und schaltet in den Energiesparmodus. Die essentiellen Grundbedürfnisse und Funktionen werden mit der gelieferten Energie zuerst gedeckt, die Luxusbedürfnisse danach, sofern noch Energie übrig bleibt.

In fortgeschrittenen Stadien von Diäten kann es also dazu kommen, dass der Körper weitere Sparmaßnahmen auf endokrinologischer Ebene trifft, die den Sexualtrieb, den weiblichen Zyklus, positive Emotionen und das allgemeine Wohlbefinden negativ beeinflussen. Dein Körper denkt sehr simpel: „Wer selbst nicht genug zu fressen hat, kann auch nicht für das Überleben von Nachkommen sorgen.“ Daraus resultiert nicht selten bei Frauen eine Amenorrhoe, bei Männern eine chronische „Unlust“.

Dein Stoffwechsel kann sich leider und zum Glück an neue Ernährungssituationen anpassen. Was für unsere Vorfahren in Kriegs- und Hungerzeiten ein großer Vorteil war, ist für uns (eine verwöhnte Generation die im Überfluss lebt) nur eine lästige Hürde bei der Fettreduktion. Das Problem: Hat sich unser Körper erst einmal an eine geringere Energiezufuhr gewöhnt und seinen Erhaltungsbedarf runter reguliert, so speichert er alles was er darüber hinaus „zu beißen“ bekommt für Notzeiten ein. Ergo, isst du mehr als deinen erniedrigten Erhaltungsbedarf, nimmst du wieder zu, und zwar schneller als zuvor. Bleibst du bei deinen Diätkalorien, so wirst du schnell wieder das nächste Plateau erreichen und gezwungen sein, deine Kalorien noch weiter zu reduzieren um weiter abzunehmen. Du befindest dich in einer Abwärtsspirale.

Die Lösung: Niemand möchte dauerhaft im Defizit bleiben und akribisch auf Kalorien achten. Es ist wichtig, die Reißleine zu ziehen und dem Teufelskreis zu entkommen. Eine schrittweise Erhöhung der Kalorien ist unumgänglich. Ja, du wirst erst einmal sehr wahrscheinlich zunehmen. Nein, die Adaption deines Stoffwechsels nach oben geht nicht von heute auf morgen. Je nach Diätvorgeschichte, Alter, allgemeiner Gesundheit, uvm. kann es einige Monate bis Jahre dauern bis du wieder bei einem „normalen“ Erhaltungsbedarf angekommen bist, ABER es lohnt sich!

Kalorienreduzierte Ernährungsformen können vielseitige negative Auswirkungen haben, vor allem wenn sie ohne Fachkenntnisse und planlos durchgeführt werden. Auch wenn wir mit jeder Reduktionsdiät im Grunde gegen den Überlebensmechanismus unseres Körpers ankämpfen müssen, so sollten wir dankbar dafür sein, wenn alles so funktioniert wie es die Natur vorgesehen hat.

Solltest du professionelle Unterstützung bei der Umstellung oder Planung deiner Ernährung wünschen, schick mir gerne eine Nachricht übers Kontaktformular.

Eure Kathi

„Ich bin zufrieden.“

Diesen Satz höre ich irgendwie ziemlich selten. Besonders im Fitness und Bodybuilding Mikrokosmos ist Zufriedenheit ja nahezu ausgeschlossen. Man „muss“ sich verändern wollen, muss den Körper mit knallharter Disziplin schlanker, muskulöser, oder definierter formen. Egal wie, Hauptsache verändern, denn Zufriedenheit ist Stillstand und Stillstand gibts im Bodybuilding nicht.

Ich bin schon länger an einem Punkt, an dem ich keine nennenswerte Muskelmasse mehr aufbauen möchte. Das liegt keinesfalls daran, dass ich meinen Körper als „perfekt“ empfinde, sondern an anderen Prioritäten im Leben außerhalb der Fitness Seifenblase, die mir ein realistischeres Selbstbild zurückgaben. Jeder Mensch hat wohl seine Problemzonen, die Frage ist nur wie man damit umgeht.

Mein Wohlfühl-KfA definiert sich mittlerweile nicht mehr über die Sichtbarkeit der Streifen in den Schultern und der Bauchmuskulatur, sondern nach tatsächlichem physischen und psychischen Wohlbefinden. Dazu gehört für mich, dass ich zufrieden in den Spiegel schauen, aber auch mal Pizza und Eis essen kann. Auch gehören der Spaß und die Energie im Training dazu, also „Fitness“ im eigentlichen Sinne. Diesen Zustand nenne ich einmal Balance, wobei das Wort etwas beschreibt, das nahezu jeder Athlet und „Influencer“ in der Fitnessindustrie vorgibt erreicht zu haben. In der Realität erreichen nur die wenigsten diesen Punkt tatsächlich. Zu groß ist der vermeintliche Druck von außen. Die Meinung fremder, urteilender Instagram Follower wird dem eigenen Wohlbefinden (unbewusst) übergeordnet, das Selbstbild leidet durch die scheinbare Perfektion die man durch die Fotofluten aufnimmt. Falsche Vorbilder und unrealistische Ziele gießen Öl in das Feuer der eigenen Unzufriedenheit.

Meine Tipps für dich:

1. Entfolge jedem Instagram Account der dir ein schlechtes Gefühl über dich selbst vermittelt. (Menschen vergleichen sich untereinander, das liegt wohl in unserer Natur.)
2. Nimm dich selbst als Motivation! Es ist völlig ok unzufrieden zu sein und den Wunsch nach Veränderung zu verspüren! Schau aber dabei ausschließlich auf dich selbst! Was kannst du realistisch betrachtet verändern und was macht DICH glücklich?

Meine Bikiniangels Mädels ermutige ich immer sich Ziele zu setzen und diese fallen sehr vielfältig aus! Der nächste Tipp ist also:
3. Setz dir Ziele, und zwar welche, die du tatsächlich erreichen kannst! Egal ob du abnehmen oder Muskulatur aufbauen möchtest, stärker und fitter werden oder deine Ernährung optimieren willst um gesund zu werden oder zu bleiben. Jeder kann und darf seine/ihre eigenen Ziele haben.
4. Freue dich über kleine Fortschritte, z.B. darüber dass du es geschafft hast zwei Wochen auf dein Ziel hinzuarbeiten, anstatt zu beanstanden dass du nach zwei Wochen Disziplin immer noch zu weit von deinem Ziel entfernt bist!
5. Genieße deine Entwicklung, äußerlich, aber vor allem innerlich! 🙂

Wenn du Unterstützung bei dem Erreichen deiner persönlichen Ziele wünschst, schreib mir gerne eine Nachricht über das Kontaktformular!

Eure Kathi

Frühlings Kichererbsensalat

Die Sonne hat sich eeendlich durchgesetzt und weil es so schön ist draußen zu sitzen und beim Essen die Sonne zu genießen, möchte ich mit euch meinen herrlich einfachen Kichererbsensalat teilen, der nicht nur perfekt zum mitbringen auf Grillparties geeignet ist, sondern auch noch makrofreundlich zubereitet werden kann. Das simple Grundrezept kann natürlich nach Belieben erweitert werden. 🙂

Grundzutaten:

  • Kichererbsen
  • Paprika
  • Gurke (entkernt)
  • Tomaten (frische und getrocknete)
  • Zwiebeln (Lauchzwiebeln und Schalotten)
  • frische Kräuter nach Belieben
  • Nüsse und Kerne
  • Schafskäse

Optional:

  • Radieschen
  • Mini Paprika
  • bunte Cherrytomaten

Für das Dressing:

  • Gemüsebrühe
  • Kürbiskernöl
  • Kräuteressig
  • Pfeffer, Salz, Paprika edelsüß
  • Petersilie
  1. Die Kichererbsen werden abgegossen, alle Zutaten geschnippelt und zusammengemischt. Vom Schafskäse (ich nehme den fettreduzierten mit 9% Fett) ca. 1/4 bei Seite legen, den Rest untermischen.
  2. Die Nüsse und Kerne mit Salz aber ohne zusätzliches Fett anrösten, einen kleinen Teil bei Seite legen, Rest untermischen.
  3. Dressing anrühren und drübber.
  4. Mit restlichem Schafskäse, Nüssen und Kräutern garnieren.

Feeeertig! 🙂

Am besten schmeckt der Salat wenn er eine Nacht im Kühlschrank ziehen durfte.

 

Brüste, Boobs und Baumaterial

Ja, es geht um BRÜSTE! Hab ich jetzt eure Aufmerksamkeit?

 

Gut! Ich möchte ein pikantes Thema anschneiden das sicherlich nicht nur jede weibliche Fitnessathletin betrifft, zumindest beschäftigt oder schon einmal beschäftigt hat, sondern auch fitnessbegeisterte Frauen die abnehmen möchten. Wer kennt sie nicht, diese Fragen jener Menschen die nichts mit Fitness am Hut haben, wie zum Beispiel „Trainieren sich Frauen nicht die Brüste weg?“, oder „Kriegen Frauen nicht Brustmuskeln wie Männer?“
Erschreckenderweise bekomme ich auch oft Fragen von trainierenden Mädels gestellt die überlegen auf die Bühne zu gehen wie „Hab ich da ohne Implantate überhaupt eine Chance?“, „Welche Größe sollte ich wählen damit es in der Bikiniklasse gut aussieht?“

WTF?!! Die sozialen Medien kreieren, propagieren und etablieren ein Frauenbild in der Fitnessindustrie das sich nicht nur immer weiter von einer „normalen“, athletischen Frau, sondern meiner Meinung nach auch immer weiter von einem guten, geeigneten Vorbild für Heranwachsende entfernt! Taillen werden schmaler, Pos größer -Photoshop und Fachärzten für plastische Chirurgie sei Dank- Lippen werden zu deformierten Schlauchbooten und Brüste nehmen Dimensionen an, die ich persönlich zum Teil schon als Behinderung einstufen würde.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen dass ich keinesfalls Gegnerin der plastischen Chirurgie bin, jedoch widerspricht der zu beobachtende Trend mehr und mehr meiner Vorstellung von Ästhetik und Fitness.

Fitness, bzw. Bodybuilding ist nüchtern betrachtet zunächst ein oberflächlicher Sport. Es geht nicht darum wer am weitesten springt oder am schwersten heben kann, sondern schlicht darum wer nach dem subjektiven Empfinden der Kampfrichter optischer Vollkommenheit am nächsten kommt. Und diese ist nicht in Zahlen messbar.

Um den Bogen zurück zu den Brüsten zu schlagen: Brüste waren schon immer ein Symbol von Weiblichkeit. Ihre Faszination ist absolut berechtigt! Woraus sie bestehen klingt allerdings ziemlich unsexy, nämlich hauptsächlich Fett- und Drüsengewebe. Beides kann man sich zwar nicht „wegtrainieren“, jedoch fällt ersteres recht schnell der kalorienreduzierten, fitnessbewussten Ernährung mit Ziel des Fettabbaus zum „Opfer“. Weiblichkeit ist ein Kriterium bei der subjektiven Bewertung der Athletinnen. Also gehören Brüste schon irgendwie zum Gesamtpaket dazu, oder? Nun ja, sie (also Brüste, oder aber wundervolle Push-Up Suits) können die Proportionen positiv verändern, den Körper „ausgeglichener“ erscheinen lassen, aber ich fände es schrecklich und auch falsch zu sagen „Ja, um als Bikiniathletin Erfolg zu haben musst du dich aufschneiden und dir Plastikbrüste machen lassen die dir unter dem Kinn hängen und aussehen wie halbe Wassermelonen!“

 

Liebe Mädels, erstens wird Weiblichkeit nicht über Brüste definiert, zweitens steigt sie nicht proportional zur Grammzahl eurer Implantate und drittens, wer mir erzählt dass sie sich nur für den Sport unters Messer legt sollte eine Bühnenkarriere bitte noch einmal ganz, ganz gründlich überdenken!

 

Eure Meinung dazu würde mich brennend interessieren. Bitte schreibt mir sehr gerne unter meinen letzten Post bei Instagram, oder direkt hier in die Kommentare. 🙂

Das weibliche Selbstbild – ein Erklärungsversuch

Liebe Männer, kennt ihr das? Ihr macht einer Frau ein Kompliment und sie findet einen Weg euer Kompliment zu revidieren, es zu mindern und sich selbst schlechter dazustellen, ganz egal worum es geht?

Er: „Du hast so tolle Beine!“

Sie: „Quatsch, guck doch mal… [weist auf „Mängel“ hin]“

oder

Er: „Du hast ein wunderschönes Gesicht!“

Sie: „Hast du mal meine Nase/ meine zu schmalen Lippen/ meine häßlichen Augenbrauen/ [beliebiges Merkmal kann eingesetzt werden] gesehen?!“

oder sogar

Er: „Deine Kette ist wirklich schön!“

Sie: „Findest du? Die ist aber schon ganz alt…“

Das sind alles echte Beispiele die ich selbst gehört hab. 😀

Warum fällt es uns Frauen nur so schwer einfach Komplimente anzunehmen, uns zu bedanken und uns darüber zu freuen dass jemand etwas Nettes zu uns sagt?

Ich glaube dass das Selbstbild von vielen Frauen nicht mit dem objektiven Bild von ihren Mitmenschen übereinstimmt! Im Folgenden werde ich versuchen ein paar Ursachen dafür unter die Lupe zu nehmen.

Wir leben in einer Welt in der man sich zwangsläufig und häufig unbewusst vergleicht. Täglich werden wir mit vermeintlich perfekten Körpern und Gesichtern konfrontiert, sei es in der Werbung, oder in Posts (meist subtiler Werbung) auf Instagram von „Influencern“ die nach allen Regeln der Kunst mit bestem Licht, in perfekter vorteilhafter Pose aufgenommen und meist noch mit Photoshop verändert wurden. Die Haut ist ebenmäßig, Nasen sind klein und stupsig, Haare liegen immer perfekt, die Taillen sind so schmal, dass man fast drum fassen kann, dafür sind die Popos aber riesengroß und knackig. Das Streben der Perfektion ist unübersehbar und wird dennoch oft verleugnet. „Ich bin genau wie ihr, ein gaaanz normaler Mensch. Heute zeige ich mich deshalb ungeschminkt und mit einem Pickel.“ [Postet Bild mit Wimpernverlängerung, microgebladeten Augenbrauen und aufgespritzen Lippen.] Wenn ich wahllos durch Instagram scrolle, erschrecke ich mich immer wieder darüber wie oft ich ein bestimmtes Gesicht sehe. Nennen wir es mal „Einheitsfresse Kim K.“ (dieses Gesicht bei dem man sobald es sich bewegt Angst hat, dass etwas reißen oder platzen könnte), dann wisst ihr sicherlich was ich meine? Manchmal frage ich mich ob es mittlerweile bei den Beautydocs dieser Welt eine vorgefertigte Schablone gibt. „Guten Tag, ich hätte gerne einmal die Einheitsfresse Kim K., mit extra Highlighter und ohne Mimik bitte!“

Möglicherweise klingt das jetzt böse und reißerisch, aber heutzutage sind schon 11jährige Kiddies bei Instagram unterwegs und bekommen vermittelt, dass eine Frau exakt so aussehen müsste. Das macht mich verdammt wütend und traurig! Nicht einmal die Töchter dieser Kim K.s von Instagram werden als Heranwachsende oder Erwachsene aussehen wie ihre Mütter. Zumindest nicht ohne größere Mengen Baumaterial im Gesicht und dem Rest des Körpers. Allein über dieses Thema könnte ich wohl Seiten füllen, aber nun zurück zum Wesentlichen.

Wir sehen uns täglich im Spiegel, erkennen vermeintliche Makel, fokussieren und auf sie und stellen sie unnötig in den Vordergrund. Das Gesicht echter, natürlicher Frauen stimmt eben nicht mit der oben genannten Schablone überein und für viele ist das – unbewusst oder gar bewusst ein Problem! Genauso verhält es sich mit dem Körper! Sobald eine Frau die eingedrehte Taille – Bauch rein – Po raus – Pose auf den Zehenspitzen verlässt und eine physiologische, natürliche Körperhaltung einnimmt, ist die Taille automatisch breiter, die Beine wirken kürzer und der Po hängt. Bei Instagram-„Models“ genauso wie bei anderen Frauen!

Abgesehen von der äußeren Beeinflussung durch a-soziale Medien gibt es meiner Meinung nach noch einen deutlich schwerwiegenderen Faktor der zur Prägung des Selbstbildes einer Frau beiträgt: Das Hormonkarussel!

Der Einfachheit halber werde ich an dieser Stelle darauf verzichten in voller Länge und Breite den weiblichen Zyklus zu erklären, aber die relevanten Veränderungen werde ich aufgreifen, damit auch die männlichen Leser einen Einblick bekommen. 😉

Der Zyklus geht los mit dem ersten Tag unserer Periode. Mädels, ihr wisst was das bedeutet. Die Krämpfe und stechenden Bauchschmerzen sind nervig, wir fühlen uns wie ein Wasserbüffel, manchmal auch wie ein Luftballon. Der Bauch ist aufgebläht und man kann kaum etwas dagegen tun. Die Haut feiert eine Party (wir sind in dem Fall die genervten Nachbarn die ihre Ruhe wollen) und noch dazu fühlen wir uns ca. 5kg schwerer. Tatsächlich kann das Gewicht in der Zeit der Periode um ca. 3kg ansteigen. Kurzum: wir fühlen und unfassbar unattraktiv. Kein Wunder also dass wir Komplimente in dieser Zeit schlecht annehmen können.

Nach der Periode wird es besser. Die Bauchschmerzen sind weg, der Wasserhaushalt reguliert sich wieder, das Gewicht geht runter und wir fühlen uns körperlich wohler. Kein Wunder, denn es geht in Richtung Eisprung, der ungefähr in der Mitte des Zyklus stattfindet. In den Tagen um den Eisprung herum geht es uns körperlich und psychisch prima. Die ziehenden Bauchschmerzen zum Eisprung dauern nicht lange an. Wir fühlen uns wohler in unserer Haut. Das hat die Natur extra so eingerichtet um die Reproduktion der Menschheit sicherzustellen. Wir Weibchen fühlen und machen uns zur fruchtbarsten Zeit für die Männchen und auch für uns selbst besonders hübsch, wobei es keine Rolle spielt wie alt oder jung wir sind und ob ein Kinderwunsch besteht oder nicht. 😉

Nach den fruchtbaren Tagen im Zyklus geht es bald schon wieder auf die nächste Periode zu. Besonders in den Tagen vor „den Tagen“ können Frauen emotionaler sein als normalerweise. Besonders kurz vor der Periode haben Männer oft das Gefühl Topfschlagen im Mienenfeld zu spielen, auch wenn sie eigentlich nur ein Kompliment machen wollten. Die Wasserbüffelzeit geht wieder los und so schließt sich der Kreis.

Der weibliche Zyklus ist für mich durch die Arbeit mit meinen Bikiniangels Kundinnen immer wieder ein großes Thema. (Das Thema Heißhunger heb ich mir aber für ein anderes Mal auf! ;)) Immer wieder stelle ich fest, dass das Körpergefühl gerade von sportlichen Frauen unheimlich sensibilisiert ist. Sie haben einen besseren Bezug zum eigenen Körper, stellen Veränderungen schneller fest und nehmen dementsprechend schon kleinste Gewichtsschwankungen deutlicher und schlimmer wahr als sie eigentlich rein objektiv betrachtet sind. Diese Sensibilität ist Fluch und Segen zugleich!

Liebe Männer, wir freuen uns tierisch über ernstgemeinte, liebe Worte. Es ist nicht unsere Absicht eure Komplimente zu widerlegen, nur manchmal passen eure Worte eben nicht zu dem was wir selbst im Spiegel sehen.

Liebe Frauen, ich werde jetzt weder schreiben „Ihr seid alle wunderschön so wie ihr seid!“, noch werde ich mit klugen Weisheiten um mich werfen, die euer Selbstbild instant verbessern. (Ich würde es tun wenn es sowas gäbe!) Aber lasst euch gesagt sein, es kann sehr gut tun sich von der Schablone zu lösen und mal im Spiegel danach zu schauen was ihr wirklich schön findet. Ganz ehrlich, auf die blöden Pickel, den einen schiefen Zahn oder das leichte Schlupflid achtet kein Mensch! Ihr habt es schon oft gehört, aber es ist wirklich wahr: Wenn ihr euch wohl fühlt in eurem Körper, mit eurem Gesicht, wenn die „Makel“ in den Hintergrund rücken und ihr euch auf die schönen Merkmale fokussiert, wirkt sich das auf eure Ausstrahlung aus. Und das – jaja, ich weiß, klingt wie eine blöde Floskel, ist aber tatsächlich wahr – ist das einzige was zählt und einen Menschen wirklich schön machen kann!

 

Hungern für 40 Stunden – mein Erfahrungsbericht

Als meine Mutter mir vor einiger Zeit erzählte sie überlege das Fasten auszuprobieren, schlug ich die Hände über dem Kopf zusammen und riet ihr davon ab. Nichts zu essen für mindestens 24 Stunden, das konnte ja nicht gut sein. Erstrecht nicht für jemanden der eh schon sehr schlank ist und definitiv nicht abnehmen sollte. Oder…?

Ok, zugegeben, ich habe mich bis vor kurzem nicht einmal mit dem Thema Fasten auseinandergesetzt. Mit dem Gedanken dass mich der katabole Teufel holen und ich mich ganz nebenbei zur hungrigen Furie verwandeln würde, schloss ich kategorisch aus für einen längeren Zeitraum komplett auf Nahrung zu verzichten. Bis sich vor kurzem Coach B. näher mit der Materie befasste und das Fasten ausprobierte. Die Erklärungen der Vorteile und Auswirkungen überlasse ich ihm. Ich werde an dieser Stelle berichten warum ich nun doch den Selbstversuch startete und wie es mir dabei erging.

Nach Coach B.s Video stellten einige meiner Kundinnen Fragen wie „Hab ich bisher etwas falsch gemacht?“, „Muss/darf ich nun auch Fasten?“, „Ist Fasten besser als meine bisherige Diät?“ Da ich ungerne über Dinge urteile die ich nicht selbst ausprobiert oder erlebt habe, beschloss ich es zu versuchen und nahm mir ursprünglich vor 24 Stunden auf Nahrung zu verzichten. Wasser, Tee, Kaffee und Brühe sollten mir helfen gegen das Hungergefühl anzukämpfen. Meine letzte Mahlzeit gab es am Mittwochabend um 20:00 Uhr. In der Vergangenheit hatte ich zeitweise durch intermittierendes fasten Pausen von 14-16 Stunden zwischen meiner letzten Mahlzeit am Abend und der ersten am nächsten Tag. Derzeit sieht meine Essensroutine allerdings anders aus und ich habe zumindest unter der Woche nicht nur recht feste Zeiten für Frühstück, Mittagessen, Snack und Abendessen, sondern esse ich auch täglich nahezu das gleiche (das ist so herrlich einfach).

Am Donnerstagmorgen knurrte mir pünktlich zur Frühstückszeit der Magen. Ich haaaassseee es Hunger zu haben, war aber sowieso bis mittags so beschäftigt, dass keine Essenspause möglich war. Der Hunger hielt sich recht penetrant mit wenigen Pausen und das trotz Tee, Wasser, Kaffee und Brühe. Zu dem Hunger kam noch eine gewisse Schusseligkeit hinzu. Das Loch im Magen schien meine Konzentrationsfähigkeit zeitweise zu beeinträchtigen, aber ich funktionierte trotzdem. Normalerweise kommt unter der Woche immer ein Mittagstief. Spätestens nach dem Mittagessen habe ich oft den Wunsch mich kurz hinzulegen und zu schlafen (was natürlich nicht geht), an jenem Donnerstag war ich jedoch konstant topfit und hellwach! Trotz wenig Schlaf blieb das Mittagstief aus. Abends stand Training auf dem Plan. Ich überlegte kurz vorher noch etwas zu essen, war dann aber doch neugierig und wollte herausfinden ob ich auch nach 23 Stunden ohne Nahrung noch Kraftreserven mobilisieren konnte. Kurzum, ich habe so schwer gehoben wie zuletzt 2016, war hochmotiviert und hatte so viel Kraft wie lange nicht mehr! Im Verlauf des Trainings fühlte es sich irgendwann an als hätte ich einen Hardcore-Booster genommen. Während der Sätze war ich unglaublich fokussiert, in den Satzpausen wurde mir schwindelig. Der Kraft tat dies keinen Abbruch!

Spätabends nach dem Training war ich weiterhin hellwach, hatte eher Probleme herunterzufahren und ins Bett zu gehen, schlief dafür aber nicht schlecht (nach 3 Stunden Schlaf dachte ich, es wäre bereits Zeit zum Aufstehen..). Am nächsten Morgen startete ich hellwach und fit in den Tag, der Hunger hielt sich weitgehend in Grenzen und ich hätte ohne Probleme noch länger ohne Nahrung durchhalten können. Nach fast 42 Stunden gab es die erste Mahlzeit für die ich viel länger brauchte als normal, da mein Magen bereits nach der halben Portion voll war. Nach der Mahlzeit fühlte ich mich recht schnell sehr schlapp und konnte nicht verhindern mittags kurz einzuschlafen.

Fazit:

Meine Bedenken im Vorfeld bezogen sich auf mögliche Schwäche, Leistungseinbußen im Alltag und beim Sport, Hungerattacken und vor allem auch darauf wieder in alte, gestörte Essverhaltensmuster zu fallen. Der Hunger war am ersten Tag ziemlich krass, allerdings bin ich ja auch von 0 auf 100, also von regelmäßigen Mahlzeiten in eine fast 42 stündige Fastenphase gegangen. Beim zweiten Mal fiel es mir schon deutlich leichter die 1,5 Tage ohne Nahrung durchzuhalten.

Die Sorge Leistungseinbußen zu verzeichnen war weitgehend unbegründet. Rein körperlich war ich um einiges fitter und wacher als in meinem Alltag mit regelmäßigen Mahlzeiten. Es ist faszinierend zu spüren wie viel Energie täglich für die Verdauung draufgeht und wie es sich anfühlt all diese Energie plötzlich zur Verfügung zu haben! Damit einher geht eine gewisse nahezu konstante Euphorie. Wahrscheinlich könnte ich einige Tage oder sogar Wochen von meinen körpereigenen Reserven (Glykogen- und Fettspeicher) zehren, ohne dass es gesundheitlich bedenklich wäre. Mein Magendarmtrakt hatte eine Erholungspause und auch das fühlte sich sehr gut an. Kein Bauchgrummeln, kein aufgeblähter Bauch, keine Bauchschmerzen! In den knapp 1,5 Tagen ohne Essen verlor ich über 2kg und 5cm an der Taille. Alles natürlich Wasser und Magen-, bzw. Darminhalt und somit schnell wieder da. Ich fühlte mich in der Zeit leichter und rundum wohl. Der ab und an auftretende Hunger den ich dafür aushalten muss ist eben der Preis den ich zahle.

Meine Sorge wieder in alte, unschöne Essverhaltensmuster zu fallen hat sich auch gelegt. Ich habe wieder gemerkt dass ich keine Angst vor dem Hungergefühl haben muss und eine strikte Fastenroutine wird es für mich definitiv nicht geben! Je nach Lust und Laune werde ich aber sicher ab und zu mal wieder ein oder zwei Fastentage einbauen. Nach dem Fasten von Mittwoch bis Freitag habe ich es erneut von Samstag bis Montag durchgezogen. (Ja, ich schreibe „durchgezogen“ denn es ist zugegebenermaßen auch ein kleines Erfolgsgefühl das geschafft zu haben!)

Fasten ist sicher nicht geeignet für Personen die sich akut in einer Essstörung befinden oder diesbezüglich gefährdet sind. Es ist auch kein Nonplusultra-goldener-Schlüssel zum schnellen Abnehmen oder der ultimative „neue“ Ernährungstrend, aber für mich persönlich hat es ein paar gesundheitliche Benefits die mein Wohlbefinden temporär steigern, von daher muss ich zugeben, bin ich sehr positiv überrascht und angefixt! 😉