Frustphasen

Wer kennt es nicht? Du hast ein Ziel vor Augen auf das du hinarbeitest, deine Motivation ist ungebrochen bei 100, nein 110%! Das Training läuft, die Ernährung stimmt auf den Punkt, du bist auf dem richtigen Weg, so kann es weitergehen…

…bis das Leben dazwischen kommt!

Phase 1: Stress bei der Arbeit oder in der Uni fordern mehr Aufmerksamkeit sodass keine Zeit bleibt für das Training. Privater Stress in der Beziehung oder der Family? Oder eine Verletzung? Schulter, Knie, Sprunggelenk… Da fällt das Training auch erst einmal aus oder ist zumindest eingeschränkt.

Da ist er, der FRUST!

Phase 2: Du lässt dich hängen, die Motivation ist weg. Wann du wieder richtig trainieren und auf dein Ziel hinarbeiten kannst ist ungewiss. Und wenn man nicht trainieren kann, dann hat es doch eh alles keinen Zweck, oder? Außerdem geht es einem ja auch grundsätzlich und erwiesenermaßen seelisch besser wenn man sich ab und zu mal was gönnt. Schoki oder einfach nur ein bisschen mehr Essen als sonst. Wenn es eh schon blöd läuft, kann dich ja wenigstens das Essen ein bisschen trösten und aufmuntern, nicht wahr?

Phase 3: Die Trainingsroutine liegt nach wie vor mehr oder weniger auf Eis. Ernährungsplan….ähhmmm….was ist das? Aus dem „mal was gönnen“ wird ein „Ach, jetzt ist es eh egal.“

Phase 4: Die Auswirkungen von „Ach, jetzt ist es eh egal“ zeigen sich nun auch im Spiegel, auf dem Maßband und auch auf der Waage. Rückschritte. Noch mehr Frust. Naaa toll!

Und nun? Alles hinwerfen? Oder doch irgendwie die Motivation suchen und hoffentlich wiederfinden? Aber wie?

Lass dir von einem Frust- und Rückschritterprobten Coach gesagt sein: Es ist verdammt hart diese Zeiten durchzustehen, aber nicht unmöglich! Ich hatte in den letzten 2,5 Jahren öfter mal mehrere Monate Beintrainingsverbot. Zum Teil vier Monate am Stück. Eine Verletzung die sich seit nunmehr über 3 Jahren mit Auf und Abs hinzieht und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Ich weiß was Frust bedeutet. Das Ziel so klar vor Augen zu haben und eine höhere Macht macht einem einen fetten Strich durch die Rechnung. Es nervt tierisch!

Andere schaffen es auch solche Phasen zu meistern und positiv nach vorne zu schauen. Warum klappt es bei dir nicht?

Es ist dein Kopf! Deine Einstellung! DU hast die Wahl den Kopf hängen zu lassen oder zu kämpfen und dein bestmöglichstes zu tun um trotz aller Steine im Weg dein Ziel zu verfolgen!

Meine Strategien für solche Frust Phasen:

  1. Mach dir klar, was auch immer dich gerade auf der Zielgeraden bremst, es hätte immer schlimmer kommen können, oder?
  2. Fokussier dich auf das was du tun kannst und nicht auf das was du nicht tun kannst. Eine meiner Kundinnen hatte kürzlich eine Verletzung am Sprunggelenk. Beintraining fiel somit vorerst aus, aber sie hat es als Motivation genommen um sich auf den Oberkörper zu konzentrieren und im Bankdrücken stark zu werden statt den Kopf in den Sand zu stecken. Ich bin verdammt stolz auf sie!
  3. Wenn das Training leidet kannst du immer noch die Ernährung verbessern! DAS ist die eigentliche Herausforderung. Lass dich nicht gehen, sondern setze dir neue, kleine Ziele im Alltag! Ich hatte nach meiner Knie OP dadurch meine beste „Off“- Form. 😀
  4. Sei dankbar für die kleinen Dinge! Mein Knie ist kaputt, aber hey, ich bin sonst gesund. Ich kann gehen, mein restlicher Körper ist „in Takt“, ich bin glücklich.

 

Lass dich nicht runterziehen! Rückschritt bedeutet nur dass du Anlauf nimmst!!